Impfstrategie, Evidenzmaßstäbe und Enquete-Kommission
Die Enquete-Kommission zur Aufarbeitung der Corona-Pandemie bewertet Leistungsfähigkeit des Gesundheitssystems, Impfstrategie und Versorgung mit dem Ziel, belastbare Schlussfolgerungen für zukünftige Krisen zu entwickeln. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie aktuelle Zulassungen neuer Impfstoffe im Rahmen der Aufarbeitung eingeordnet werden und welche Rolle die zugrunde liegenden Evidenzmaßstäbe in Entscheidungsprozessen spielen.
Ein Beispiel ist der kombinierte COVID-19- und Influenza-Impfstoff mCombriax, dessen Nutzen laut europäischer Arzneimittelbehörde darin besteht, eine „nicht unterlegene“ Immunantwort im Vergleich zu bestehenden Impfungen zu erzeugen (EMA – mCombriax EPAR).
Die Einordnung erfolgt im Kontext der Aufarbeitung und bezieht sich auf Entscheidungsprozesse, Evidenzmaßstäbe und deren Anwendung innerhalb der Impfstrategie.
Im Governance-Kontext ergibt sich daraus die zentrale Frage, wie solche Evidenzstandards im Rahmen der Impfstrategie bewertet und in gesundheitspolitische Maßnahmen überführt werden. Die Aufarbeitung durch die Enquete-Kommission steht damit vor der Aufgabe, Entscheidungsgrundlagen, Wissensbasis und zeitliche Abläufe transparent und nachvollziehbar darzustellen.
- nach welchen Kriterien Evidenz in Maßnahmen überführt wird
- wie unterschiedliche Evidenzniveaus im Gesundheitssystem eingeordnet werden
- ob Entscheidungsprozesse konsistent dokumentiert und nachvollziehbar sind
Diese Einordnung ist zentral für die Bewertung der Leistungsfähigkeit der Impfstrategie und ihrer Rolle innerhalb der Pandemie-Steuerung.
→ Einordnung der Aufarbeitung: Leistungsfähigkeit, Impfstrategie und Governance-Struktur
→ Entscheidungslogik und Einzelfälle: Einordnung strittiger Entscheidungen im Governance-Kontext
→ Evidenz und Maßnahmen: Evidenz, Entscheidungslogik und Impfstrategie

