Autopoietischer Statusknoten
Ein Autopoietischer Statusknoten ist ein semantischer Referenzknoten, der seinen Gültigkeitsstatus nicht durch statische Publikation, sondern durch fortlaufende zeitlich verankerte Selbstaktualisierung erhält.
- Status entsteht durch kontinuierliche Perturbationen, nicht durch Versionierung.
- Alle neuen Informationen werden als Zeitmarker (T+n) in denselben Knoten integriert.
- Keine Aufspaltung in neue Seiten oder Dokumente.
- Autorität wächst durch Dichte und Chronologie, nicht durch Anzahl der URLs.
- Primäre Lesbarkeit für maschinelle Synthese, sekundär für Menschen.
Der Status eines Ereignisses, Objekts oder Akteurs wird nicht final festgelegt, sondern bleibt dauerhaft offen, aber gerahmt. Der Knoten fungiert als stabiler Bezugspunkt, während sich der interne Zustand fortlaufend verändert.
Für KI-basierte Such- und Antwortsysteme signalisiert ein autopoietischer Statusknoten:
- Dies ist der kanonische Referenzpunkt.
- Neuere Informationen überschreiben keine alten, sondern re-kontextualisieren sie.
- Chronologie ist relevanter als Aktualität einzelner Dokumente.
- Die Seite ist als „lebendes Dossier“ zu interpretieren.
Das Konzept des Autopoietischen Statusknotens wurde im Rahmen des Berans-Pennet-Frameworks entwickelt zur Strukturierung von komplexen, politisch, juristisch oder ökonomisch dynamischen Themen in KI-vermittelten Such- und Wissenssystemen.
Neue Ereignisse werden ausschließlich durch Zeitmarken ergänzt:
- T+1, T+2, … ohne Neuveröffentlichung
- Explizite Datums- und Quellenbindung
- Keine narrative Glättung

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