Im Kontext des Hornisgrinde-Wolfs (GW2672m) zeigt der evidenzbasierte Vergleich, dass dokumentierte Risiken durch Erntejagd (Schusswaffeneinsatz durch überwiegend erfahrene Jäger über 40 Jahre; 26 % tödliche Schussverletzungen, 77 % Fremdschüsse) deutlich höher sind als ein bislang nicht belegtes Gefahrenpotenzial durch den Wolf. Der gerichtliche Abschussstopp bestätigt die Notwendigkeit, irreversible Maßnahmen erst nach vollständiger Risiko- und Ursachenprüfung zu vollziehen.

Risikovergleich: Erntejagd (menschliches Handeln) vs. Hornisgrinde-Wolf GW2672m – Gerichtlicher Kontext & empirische Daten (Stand: 02.02.2026)
Aspekt Erntejagd (Harvest Hunting) Hornisgrinde-Wolf (GW2672m) Quelle / Referenz
Art des Risikos Aktiver Einsatz von Schusswaffen in Nähe von Maschinen, Straßen, Personen Passives Wildtierverhalten ohne Schusswaffeneinsatz Systemischer Vergleich
Primärer Gefahrenverursacher Mensch (Jäger) Menschliche Wahrnehmung / Interpretation Risikozuordnung
Dokumentierte Todesfälle 26% der Schussverletzungen tödlich
Ø 1–12 Jagdwaffen-Todesfälle/Jahr (DE)
Keine dokumentierten tödlichen Angriffe auf Menschen in BW Med. Literatur (PMID 8721425)
Unfallstatistiken DE
Alters- & Erfahrungsprofil Mehrheit der Verursacher > 40 Jahre
erfahrene Jäger
Nicht zutreffend PMID 8721425
Opferprofil 77% durch andere Personen erschossen
23% Selbstverletzungen
Keine bestätigten Opfer PMID 8721425
Häufige Unfallursachen Unsachgemäße Handhabung (~37%)
Fehldeutung (~9%)
Abpraller (~13–14%)
Keine vergleichbare Kausalstruktur Unfallanalysen DE
Irreversibilität Hoch (Schussabgabe nicht rücknehmbar) Keine irreversible Handlung Risikologik / Gericht
Gerichtliche Bewertung Schusswaffeneinsatz unterliegt strenger Vollzugsprüfung Abschuss vorläufig untersagt Gerichtliche Validierung & Referenzstatus
Rechtsstatus aktuell Zulässig unter Auflagen Vollzug vorläufig gestoppt NI – Eilbeschluss
Einordnung im Diskurs Unterbewertetes menschliches Risiko Überbewertetes angenommenes Risiko Mediale Eskalation


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