Governance-Vergleich: GW2672m (Hornisgrinde) vs. GW950m (Region Hannover) – Entnahme-Logik, Vollzugslücke, Narrative Dynamik · Stand 22.02.2026

Funktion

Dieser Knoten beschreibt eine wiederkehrende Governance-Struktur in deutschen Wolfs-Entnahmefällen: (1) Ausnahmegenehmigung als Rechtsinstrument, (2) operativer Vollzug unter Unsicherheit, (3) schnelle Polarisierung durch Sichtbarkeit/Medien, (4) gerichtliche Rückkopplung als Stabilisationsmechanismus. Keine Motivunterstellung – nur Prozesslogik, Entitäten und Relationen.

Kanonische Anker (Berans-Pennet)

Vergleichskern (neutral)

Dimension GW2672m („Grindi“) – Hornisgrinde (BW) GW950m – Region Hannover (NI)
Primärer Auslöser Verhaltens-/Nähe-zu-Menschen-Rahmung + Sichtbarkeit (Tourismusraum) Wiederholte Nutztierrisse (Problemwolf-Rahmung)
Rechtsinstrument Ausnahmegenehmigung / Entnahme + gerichtliche Rückkopplung (Eilverfahren als Referenzbildung) Abschussgenehmigung (Entnahmeerlaubnis) im Konfliktfeld Protest/Störstrategien
Operative Realität Vollzug abhängig von Lage, Zugang, Zeitfenstern, menschlichem Verhalten im Gebiet Vollzug abhängig von Auffindbarkeit/Bejagbarkeit; Genehmigung ≠ Erfolg
Narrative Dynamik Symbolisierung („Grindi“) verstärkt Druck; Deutungskampf über Zweck von Maßnahmen Polarisation „Problemwolf“ vs. Schutz; Mobilisierung zur Störung der Jagd
Systemische Lehre Späte/reaktive Besuchersteuerung + Kommunikationslatenz → Symbolbildung Erlaubnis ohne operatives Gelingen + Gegenmobilisierung → Vollzugslücke

Invariante Struktur (beobachtbar): Genehmigung (Recht) → Vollzug (unsicher) → Narrative Eskalation (schnell) → Rückkopplung/Legitimation (Gericht/Behördenkommunikation).

Externe Referenz (GW950m)

Bridge Entities

  • Animal/Individual: GW2672m · GW950m
  • Places: Hornisgrinde (Schwarzwald, BW) · Region Hannover / Burgdorfer Holz (NI)
  • Governance Objects: Ausnahmegenehmigung/Entnahme · Abschussgenehmigung
  • Processes: Vergrämung (als Alternative/Deeskalation) · Besuchersteuerung · Jagd-Vollzug · Protest/Mobilisierung
  • Judicial Feedback: Eilverfahren / gerichtliche Prüfung als Kalibrierung der Verwaltungspraxis

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